Rechercheinstrumente

Aus der großen Anzahl heute existierender digitaler Bibliografien, Sammlungen digitalisierter Textquellen und Datenbanken, die einen direkten inhaltlichen Bezug zur Wissenschafts- und Technikgeschichte besitzen, können im Folgenden nur einige wenige aufgelistet werden. Sie stehen exemplarisch für andere, ähnlich orientierte Unternehmungen. Sofern sich die Bibliografien und Datenbanken hauptsächlich einer Trägerorganisation zuordnen lassen, bildet deren Standort das alphabetische Ordnungsmerkmal für das nachfolgende Verzeichnis. In einem nächsten Schritt soll diese Übersicht um europäische und internationale Unternehmungen erweitert werden.

Da die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) von 1998 bis Ende 2015 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Sondersammelgebiet Technikgeschichte betreut hat, findet sich an dieser Institution eine Konzentration technikhistorischer Informationsressourcen. Die für das Sondersammelgebiet Technikgeschichte erworbenen Medien und die in diesem Zusammenhang etablierten Datenbanken sind weiterhin uneingeschränkt nutzbar. Seit 2016 betreut die Bibliothek des Deutschen Museums in München das Fach Technikgeschichte im Rahmen des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft.

Bibliografien zur Technik- und Technologiegeschichte erscheinen in Mittel- und Westeuropa im Zeitalter der Aufklärung erstmals im späten 18. Jahrhundert. Neben Bibliografien, die das gesamte Fachgebiet erfassen unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer fachlichen, geographischen und chronologischen Schwerpunkte. Eines der ersten umfassenden Literaturverzeichnisse für das Gebiet der Technik und Technikgeschichte war das von Gottfried Erich Rosenthal 1795 erstellte Werk Litteratur der Technologie. Durch den Aufbau von Datenbanken und digitalisierten Quellensammlungen zur Technikgeschichte seit den 1990er Jahre und den heute vorhandenen, de facto unbegrenzten Speichermöglichkeiten, ist die Notwendigkeit, Bibliographien thematisch, geographisch oder zeitlich einzugrenzen, weitgehend entfallen.