DFG fördert Fachinformationsdienste weiter

| INFORMATIONEN 2019

Die Bayerische Staatsbibliothek ist in der Förderlinie „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit drei Fortsetzungsanträgen erfolgreich. Für die Jahre 2019 bis 2021 erhält die Bibliothek Fördermittel in Höhe von 7,4 Millionen Euro. Sie dienen dem weiteren Ausbau der drei seit 2014 aufgebauten Fachinformationsdienste Altertumswissenschaften, Geschichtswissenschaft und Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa.

Die DFG unterstützt mit dem Programm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ Bibliotheken in ihrer Servicerolle für die Wissenschaft. Ziel der Förderung ist der Aufbau maßgeschneiderter Informationsangebote für einzelne Disziplinen. Über die Fachinformationsdienste werden forschungsrelevante Ressourcen und digitale Dienste für den wissenschaftlichen Spitzenbedarf bereitgestellt, die weit über die bibliothekarische Grundversorgung hinausgehen. So erlangen Wissenschaftler*innen in Deutschland unabhängig vom Ort ihrer Tätigkeit einen möglichst schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen.

Folgende drei Fachinformationsdienste werden 2019 bis 2021 von der DFG unterstützt:

  • Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft – historicum.net
    Über die zentrale Einstiegsseite historicum.net sind alle Dienste der Kooperation zwischen Bayerischer Staatsbibliothek und dem Deutschen Museum (Subdisziplin Geschichte der Technik und Naturwissenschaften sowie Umweltgeschichte) zugänglich. Neben der Erwerbung und Erschließung spezialisierter Literatur und der Organisation des Zugriffs auf diese umfasst das Portfolio Rechercheportale, die Deutsche Historische Bibliografie, die Rezensionsplattform recensio.regio, Angebote zur Digitalisierung vergriffener Werke u.v.m.
  • Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa
    Der Fachinformationsdienst richtet sich mit einem breiten und modernen Angebot an die multidisziplinäre Forschung zum östlichen und südöstlichen Europa. Es umfasst neben der deutschlandweiten Bereitstellung von Print- und E-Publikationen differenziert ausgebildete Suchinstrumente, nach Forschungsschwerpunkt personalisierbare Dienste, Digitalisierung und Webarchivierung, sowie die elektronische Publikation auch von Forschungsdaten. Alle Angebote sind kostenlos und über ein Portal zugänglich, welches der Fachinformationsdienst gemeinsam mit einigen international renommierten wissenschaftlichen Instituten betreibt und stetig weiterentwickelt: www.osmikon.de
  • Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften – Propylaeum
    In Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg bietet die Bayerische Staatsbibliothek mit ihrem Informations- und Publikationsportal propylaeum.de innovative Dienstleistungen für ein breites Spektrum altertumswissenschaftlicher Disziplinen an. Ein Kernbereich, den die Bayerische Staatsbibliothek federführend betreut und weiterentwickelt, ist die nachhaltige Bereitstellung exzellenter Fachinformation über die „Gnomon Bibliographische Datenbank“. Mit PropylaeumSEARCH etabliert sie ein fächerübergreifendes Recherchetool, das eine Vielzahl von bislang isolierten Datenquellen miteinander vernetzt.

Zusätzlich ist der Fachinformationsdienst Musikwissenschaft seit 2014 an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt.

Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek: „Die Bewilligung der drei Fortsetzungsanträge ist ein großer Erfolg für unser Haus. Sie gibt uns die Möglich-keit, konstant und langfristig Projekte und Services für die Wissenschaft umzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag für den Wissenschaftsstandort Deutschland zu leisten.“

Tags: Deutsche Forschungsgemeinschaft   Bayerische Staatsbibliothek   Fachinformationsdienste  
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